Klimaschutz mit Holz
Reduzierung des CO2 Ausstoßes mit RAL-GZ 425
Im Gegensatz zu anderen Materialien ist Holz ein natürlich nachwachsender Rohstoff und somit erneuerbar. Während des Wachstums entziehen Bäume der Atmosphäre CO₂ und speichern den darin enthaltenen Kohlenstoff in der Biomasse. Aus 1 kg darrtrockenem Holz ergeben sich bei einem angenommenen Kohlenstoffanteil von 50 % rechnerisch rund 1,83 kg CO₂-Äquivalent an biogen gebundenem Kohlenstoff. Bezogen auf die Baupraxis entspricht dies – abhängig von Rohdichte und Holzfeuchte – bei Nadelholz typischerweise etwa 0,7–0,8 t CO₂ je m³ Holz. Für die CO₂-Bilanzierung nach RAL-GZ 425 ist es erforderlich, dass Baustoffe und Produkte zum Einsatz kommen, deren CO₂-Emissionen bei der Herstellung deutlich niedriger sind als die stofflich gebundende Menge an CO₂.
Am Ende der Nutzungsphase können Möglichkeiten zur stofflichen Wiederverwendung im Sinne von Kaskadennutzung geprüft werden. Und wenn es als Baumaterial ausgedient hat, sind Aufbereitung für Holzfaserprodukte oder thermische Verwertung möglich. Zugleich belegen zahlreiche historische Gebäude in Holz Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit.

Nachhaltige Forstwirtschaft
Wenn Bäume gepflanzt werden, wird CO2 gespeichert
Bei nachhaltiger Waldbewirtschaftung wird die Holzentnahme innerhalb festgelegter Bewirtschaftungs- und Nutzungsgrenzen geplant. Für die Klimawirkung sind dabei insbesondere Holzvorrat, Zuwachs, Entnahme, Produktlebensdauer und Betrachtungszeitraum relevant. Beim Wachstum junger Bäume wird erneut CO₂ als Biomasse gebunden. Ausschließlich Holz aus nachhaltiger und zertifizierter Forstwirtschaft darf für das RAL-Gütezeichen „CO2 senkende Holzbauwerke“ benutzt werden.
Fazit: Holzbau und Wirtschaftswälder mit nachhaltiger Forstwirtschaft sind kein Widerspruch, sondern Synthese.