Hightech-Werkstoff Holz

Holz dient dem Men­schen als Bau- und Werk­stoff schon seit der Früh­zeit. Ers­te Pfahl­bau­ten sind etwa aus der Zeit 2500 vor Chris­tus doku­men­tiert. Wohn­häu­ser aus dem Mit­tel­al­ter, über­wie­gend in Block­bau­wei­se und kei­nes­falls mit dem Kom­fort moder­ner Holz­bau­ten ver­gleich­bar, sind teils bis in unse­re Zeit erhal­ten geblieben.

Holz ist nicht nur ein nach­wach­sen­der Roh­stoff, son­dern hat u.a. die nach­ste­hen­den beson­ders güns­ti­gen Fähigkeiten:

  • hohe Trag­kraft bei gerin­gem Gewicht,
  • gute Wär­me­spei­cher­fä­hig­keit (ca. 2.100 kJ/kg)
  • varia­bles Was­ser­dampf­dif­fu­si­ons­ver­hal­ten (bei Tro­cken­heit dif­fu­si­ons­dich­ter, im Feuch­te­zu­stand diffusiosoffener)
  • Sorp­ti­ons­fä­hig­keit, Holz passt sei­nen Feuch­te­ge­halt dem umge­ben­den Kli­ma an und wirkt daher als Klimapuffer

Holz ist einer­seits ein sehr alter Bau­stoff. Tech­ni­sche Holz­trock­nung und Holz­ver­ede­lungs­pro­zes­se haben zwi­schen­zeit­lich eine Viel­falt von Bau­ar­ten und Kon­struk­tio­nen her­vor­ge­ru­fen. Die posi­ti­ven Erfah­run­gen mit Holz­bau­wer­ken in den zurück­lie­gen­den Jahr­zehn­ten haben zwi­schen­zeit­lich auch in der Nor­mung Ein­zug gehal­ten, etwa in der DIN 68800 oder in der ÖNORM B 3802. Mit Aus­nah­me von Kon­takt mit Erd­reich oder Salz­was­ser ist es mög­lich, ganz ohne Che­mie dau­er­haf­te und wert­be­stän­di­ge Holz­bau­wer­ke ent­ste­hen zu lassen.