Forschung und Studien

Auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne wur­den in den letz­ten Jah­ren zahl­rei­che For­schungs­vor­ha­ben zum The­ma Holz und Ener­gie­ver­brauch durch­ge­führt. Die Ergeb­nis­se sind ein­deu­tig: Das effek­ti­ve Wär­me­schutz­ver­hal­ten von Gebäu­den mit maß­geb­li­chen Antei­len von Mas­siv­holz ist erheb­lich leis­tungs­fä­hi­ger als bei rech­ne­ri­schen Nach­wei­sen nach den gel­ten­den Bestimmungen. 

Die aktu­ell gül­ti­gen Rechen­re­geln mit mate­ri­al­spe­zi­fi­schen Lamb­da-Wer­ten und bau­teil­be­zo­ge­nen U‑Werten ent­sprin­gen sta­tio­nä­ren Betrach­tun­gen mit jeweils kon­stan­ten Wär­me­strö­men durch die Bau­stof­fe hin­durch. Die Bau­pra­xis hin­ge­gen ist durch insta­tio­nä­re Ver­hält­nis­se mit stän­dig sich rän­dern­den kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen zur Außen- und Innen­sei­ten Bau­tei­len geprägt. Holz weist in der Heiz­pe­ri­ode einen sehr nied­ri­gen Feuch­te­ge­halt auf in Ver­bin­dung mit stark erhöh­tem Wär­me­wi­der­stand. Hin­zu kom­men eine sehr hohe spe­zi­fi­sche Wär­me­spei­cher­wir­kung von Holz in Ver­bin­dung mit güns­ti­gem Refle­xi­ons­ver­hal­ten gegen­über lang­wel­li­ger Wär­me­strah­lung. Die Wär­me in Innen­räu­men bleibt bei Bau­tei­len in Holz gut erhalten. 

Umwelt­aspek­te wie die stoff­li­che Bin­dung von CO2 in lang­le­bi­gen Bau­pro­duk­ten fin­den in den gel­ten­den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen gegen­wär­tig noch kaum Berück­sich­ti­gung. Zugleich for­dert die EU-Gebäiude­richt­li­nie (Ener­gy Per­for­mance of Buil­dings Direc­ti­ve, EPBD) für die Zukunft Gebäu­de­stan­dards unter Berück­sich­ti­gung sol­cher Kli­ma­schutz­ei­gen­schaf­ten von Bau­stof­fen und Bau­tei­len. Mit dem RAL Güte­zei­chen für CO2 sen­ken­de Holz­bau­wer­ke kön­nen die­se bedeu­ten­den Zusatz­ef­fek­te schon jetzt trans­pa­rent nach­ge­wie­sen werden.

Nach­ste­hend eine Lis­te von Publi­ka­tio­nen im Zusam­men­hang mit ther­mi­schem Ver­hal­ten und Kli­ma­schutz­wir­kung von Mas­siv­holz. Alle nach­fol­gend dar­ge­stell­ten Ergeb­nis­se bezie­hen sich jeweils auf die in der jewei­li­gen Publi­ka­ti­on beschrie­be­nen Unter­su­chungs­be­din­gun­gen und Annah­men. Sie sind daher nicht ohne Wei­te­res auf alle Gebäu­de, Bau­wei­sen oder Rand­be­din­gun­gen übertragbar.